Q-Chen (Yi Hsiang Chen)

Für Q-Chen sind sowohl Bilder als auch musikalische Werke Sprachen, die Emotionen vermitteln und vielfältige Geschichten erzählen können.
Yi hsiang chen (q chen) 2

Vom Bild zum Ton und zurück

Der Zufall bringt Q-Chen zum Mundharmonika-Orchester an der Highschool: ursprünglich möchte er mit seinen Freunden einen der anderen Kurse an der Schule besuchen. Doch nur im Orchester sind noch Plätze frei. Ein Glücksfall, so sieht Yi Hsiang Chen alias Q-Chen es heute.
Von der Windy City zu Sirius
Aufgewachsen ist er in Hsinchu, einer Stadt im Nordwesten von Taiwan. Dort wehen oft starke Winde, weshalb sie auch unter dem Namen Windy City bekannt ist. 
An der Highschool spielt er in einem Mundharmonika-Orchester, das bis zu 60 Mitglieder zählt. Für Q-Chen der Beginn eines Musikerlebens. Denn er liebt sein Instrument und das breite Klangspektrum: von hell und klar bis tief und weich.

 2008 geht Q-Chen für sein Studium nach Südtaiwan und tritt dort dem Sirius Harmonica Ensemble bei. Für ihn ist es ein großes Abenteuer. Mit den anderen aus dem Ensemble wächst er durch das gemeinsame Musikmachen. Jede neue Erfahrung erweitere seinen Horizont enorm, sagt er.
Bilder und ihre Geschichten

Seine zweite Liebe gehört der Fotografie. Aus einem persönlichen Interesse heraus entwickelt sich seine Profession. Mit Landschaftsbildern beginnt er, um nach und nach den Menschen und seine individuellen Geschichten dahinter in den Fokus zu rücken. Sein Wunsch ist es, dass der Betrachtende von Bildern über die Oberfläche eines Werkes hinauszublicken lernt.
Zwei Sprachen für Emotionen und Geschichten

Für Q-Chen sind sowohl Bilder als auch musikalische Werke Sprachen, die Emotionen vermitteln und vielfältige Geschichten erzählen können. Musik könne Bilder hervorrufen, Fotografien wiederum musikalische Gedanken. „Sie alle legen großen Wert auf Rhythmus und Struktur – sei es die Anordnung der Elemente, das Einfangen flüchtiger Momente, die Wahl des Stils in der Fotografie oder das Verhältnis von Melodie und Harmonie, die Wechsel von Ton und Struktur in der Musik. Jedes Medium drückt Bedeutung auf seine eigene, einzigartige Weise aus.“
Zusammenhänge begreifen

Q-Chen sucht nach Zusammenhängen zwischen beiden Künsten, zwischen den auditiven und visuellen Erfahrungen. Er stelle sich zum Beispiel beim Fotografieren Rhythmus und Stimmung von bestimmten Musikstilen vor, um seine Bild-Komposition zu gestalten. Umgekehrt sieht er beim Musizieren durchaus Filmszenen vor sich und entwickelt daraus mit der Mundharmonika entsprechende Klangfarben und -flüsse.
Für Q-Chen ist sein künstlerisches Leben als Musiker und Fotograf stimmig und abwechslungsreich. „Diese Art zu arbeiten und zu leben ermöglicht mir einen nahtlosen Wechsel zwischen beidem, ohne schnell müde zu werden. Sie hilft mir auch, ein Gleichgewicht zwischen beidem zu finden.“